Das Wesen des Karate-Do

Das Wesentliche des Karate-Do ist nicht über Sieg oder Niederlage zu entscheiden, denn Karate-Do ist eine Kampfkunst, die den Charakter durch Training entwickelt, so dass der Karateka (Ausübender des Karate) jedes physische und psychische Hindernis überwinden kann.

 

Die waffenlose Selbstverteidigung

Karate ist eine Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung, bei der Arme, Beine und Körper trainiert werden. Sie entwickeln eine mit Waffen vergleichbarer Schlagkraft und Effizienz, mit der ein unerwarteter Angriff abgewehrt werden kann.

 

Die Erziehung des Körpers

Durch die Ausübung des Karate-Do meistert der Karateka alle Bewegungen des Körpers, wie zum Beispiel Beugen, Springen, Balancieren, indem er lernt, Glieder und Körper nach den Techniken des Karate-Do rückwärts und vorwärts, links und rechts und nach oben und unten zu bewegen. Diese Techniken werden vollkommen von der Willenskraft des Karateka kontrolliert. Sie richten sich präzise, direkt und mit maximaler Kraft auf das Ziel, doch wird der Schlag selbst gestoppt, bevor er den anvisierten Angriffspunkt erreicht.

 

 

Karate - wer kennt nicht das geheimnisumwitterte Wort für diese fernöstliche Kampfkunst!

Der Anfang: China

Die Anfänge des Karate liegen weit in der Vergangenheit als der indische Mönch Bodhidharma im Jahre 523 seine Heimat verliess und über den Himalaja nach China wanderte. Nach mehreren Aufenthalten an verschiedenen Orten liess er sich in der Provinz Honan (im Norden Chinas) im Kloster Shaolin nieder und lehrte eine aus dem Buddhismus abgeleitete Philosophie der praktischen Selbstbetrachtung.

Bodhidharma
Bodhidharma

Im Shaolin verband er die Meditationspraktiken des Zen (Zazen) mit verschiedenen gymnastischen Bewegungen, die hauptsächlich von Tieren abgeleitet wurden. Man geht davon aus, dass diese Formen eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kampfkünste spielten. Der Grundstein für die Entwicklung der späteren Kampfkünste war somit gesetzt.

 

Die Entstehung: Okinawa

Okinawa, der Entstehungsort des heutigen Karate, ist die Hauptinsel der Ryukyu-Inselkette im Pazifik. Erst ab 1724 gibt es Informationen über die Geschichte der okinawanischen Kampfkünste.

Zu jener Zeit bildeten sich drei führende Schulen: Shuri-te, Naha-te und Tomari-te (Naha: Hauptstadt Okinawas). Sie entwickelten sich etwa zur gleichen Zeit, jedoch unter verschiedenen Bedingungen. Erst gegen Ende des Jahres 1700 wurden die Namen jener grossen Meister bekannt, die die jeweiligen Stile vertraten und lehrten. Die Stile aus Shuri und Tomari bezeichnete man als Shorin-ryu und der Stil aus der Stadt Naha nannte man Shorei-ryu oder Naha-te.

Die ersten bekannten Namen waren die von Kanryo Higashionna und Yara, danach kam Chojun Miyagi, der das Goju-ryu gründete.

 

Das 20. Jahrhundert: Japan

Anfangs des 20. Jahrhundert fand diese Kampfkunst erstmals ihren Weg von Okinawa nach Japan. Im Jahre 1921 brachte Meister Gichin Funakoshi zum ersten Mal das okinawanische Karate nach Japan. Sein Stil bekam den Namen Shotokan.Danach kamen mehrere Meister Okinawas nach Japan und gründeten ihre eigenen Stile.

In den fünfziger Jahren begann durch die Gründung der Wettbewerbs-Organisationen in Japan die weltweite Verbreitung des Karate als Sport.

Funakoshi
Gichin Funakoshi (1868 - 1957)

 

 

Weisheiten

"Das gewöhnliche Bewusstsein ist der Weg"